Elzer-Spiegel - Portal für die Stadt Elze mit Mehle, Sehlde, Esbeck, Wülfingen, Sorsum und Wittenburg, den Flecken Eime und die Region Leinebergland im Landkreis Hildesheim

-Aktuelles aus den Ortsteilen:
Tradition im SC Elze: Vatertags-Pokal-Schießen
Elze - Am Vatertag wird im SC Elze nachweislich seit 1966 der Vatertags Pokal ausgeschossen, so auch in diesem Jahr. 40 Sätze (je 3 Schuss mit dem KK – Gewehr auf 50m stehend aufgelegt) wurden geordert, bis der neue Vatertags - Pokalsieger feststand: Michael Rössing war im letzten Jahr bester Vater und versuchte, seinen Titel in diesem Jahr zu verteidigen. Mit 31,6 Ringen gelang ihm das auch, die gefolgt von Klaus Hartmann mit 30,8 und Hartmut Wittke mit 28,8 Ringen. Zum 3. Mal in diesem Jahr hatten auch Gäste die Möglichkeit, um den Vatertagspokal (für Gäste) zu schießen. Dabei handelt es sich nicht um einen Wanderpokal, sondern um einen festen Pokal, den der SC Elze in jedem Jahr neu zur Verfügung stellt. Sieger bei den Gästen wurde 2018Michael Grünhagen (29,1 Ring), dicht gefolgt Detlef Schulze (28,8 Ring) und Roland Dreiseitel (27,2 Ring) – alle drei vom Kegelclub 97. Es wurde gegrillt und hier und da ein Bierchen getrunken und bis zum Abend verweilt.

Klicken Sie auf ein Foto, um es zu vergrößern!

Alle Fotos zu diesem Bericht als Diashow ansehen

[Seitenanfang]  [Zurück zur Startseite]  [Zum Archiv]




Jahreshauptversammlung 2018 der Elzer CDU
Elze - Zur Jahresversammlung der CDU trafen sich Vorstandsmitglieder sowie Partei-Mitglieder im Gasthaus Tante Else in Mehle, die von der Parteivorsitzenden Birgit Freifrau von Cramm begrüßt worden. Zunächst wurde den Verstorbenen Werner Müller und Ute Thormeier eine Schweigeminute eingeräumt. Sie waren langjährige treue Mitglieder. Der Vorsitzende der Ratsfraktion Jürgen Schulte-Schüren erstattete dann den Bericht der politischen Arbeit im Elzer Rat und im Kreistag. Er erläuterte, dass die Arbeit seit der Kreistagswahl im Hildesheimer Kreistag als große Koalition erfolgt. „Der Vorteil ist, dass die Regierungsverantwortung in SPD/CDU-Hand liegt, der Nachteil aber ist, dass es keine Opposition gibt. Wenn man sich einig ist, gibt es keine Möglichkeit zu opponieren“, sagt Schulte-Schüren. Das Thema Schule nahm einen breiten Raum von Diskussionen ein, man war sich schließlich darüber einig sowohl in der SPD wie auch in der CDU, die Krüger-Adorno-Schule zu schließen, aufgrund der zu geringen Schülerzahl. Viele Eltern gaben der Gemeinschaftsschule in Salzhemmendorf oder der Schule in Gronau den Vorzug. Außerdem ist die CDU im Landtag nicht mehr vertreten, weil Ute Bertram und Klaus Krumfuß jeweils ihre Direktmandate verloren haben. Vielleicht kann man irgendwann noch einmal einen Neustart beginnen, dass ein Hildesheimer mal wieder nach Hannover oder Berlin entsandt werden kann, war Schulte-Schüren‘s Hoffnung. „Die CDU hat im Elzer Rat zurzeit 4 Sitze, durch die Gruppe zusammen mit Jens Rinne (als Unabhängiger) sind es dann 5 Sitze. Die Machtverteilung ist die Gleiche geblieben. Die unabhängige Partei UWE hatte bei ihrem Antritt mehr versprochen. Es hat sich jedoch gegenüber früher nicht viel verändert. Dann ging er auf die Themen im Stadtrat ein. Aktuell ist die Entscheidung wichtig, wie es mit den Kindergärten künftig weitergehen soll. Das Land Niedersachsen will die Kindergärten gebührenfrei führen, das führt zu einem neuen Zulauf an Kindern und man denkt in Elze schon über vier neue Gruppen nach. Hinzu kommt die Frage, ob der Städtische Kindergarten in Sorsum erhalten bleiben soll. Oder ob es einen Neubau geben wird? Das Gebäude der Adolf-Grimme-Schule wie auch das der Krüger-Adorno-Schule eignet sich nur bedingt für kleine Kinder. Zum einen sind die Treppen sehr mühsam für kleine Kinder und die Raumhöhe ist zu gewaltig für diese Kinder. Auch wird über die Alternativen für eine Oberschule nachgedacht eventuell mit einem anderen Schulträger. Dass die Innenstadt-Sanierung vorankommt, freut die CDU. Das Argentum geht schon in die Schluss-Phase und ist ein Superstart ins 21.Jahrhundert, weil es schwierig wird, Ärzte auf das Land zu bekommen. Es wird Infrastruktur an sich binden, das ist die Hoffnung. Wenn die Praxis Bartels und die Sparkasse umziehen werden ins Argentum, dann wird der Platz auf der Hauptstraße leer. „Wir arbeiten daran, den Platz neu zu füllen, vielleicht mit „Anker-Mietern“? Unsere große Sorge ist, dass die Innenstadt nach und nach mehr ausstirbt. Daher müssen wir versuchen hier gegenzusteuern“, so Schulte Schüren. Wir planen daneben auch ein Lichtkonzept, das wird in die Sanierungs-Bemühung mit eingebunden. Die Sanierung der Hauptstraße soll über eine Ideenausschreibung erfolgen. Außerdem geht es uns um die Dorferneuerung in Wülfingen. Dann geht es auch um die Parkplätze am Freibad, das ist ein besonderes Anliegen, damit das nachher vernünftig aussieht. Eine sichtbar notwendige Veränderung muss jetzt auch der zweite Teil der Schmiedetorstraße erfahren. Wir sind dankbar, dass das Land Niedersachsen jetzt das Geld dafür genehmigt hat. Was noch ansteht ist die Fusion mit einer Nachbargemeinde, wo uns Nordstemmen sehr am Herzen liegt. Hier sind schon die ersten Gespräche geführt worden. Wir müssen sehen ob die Fusion mit Nordstemmen Sinn macht. „Wir hoffen, dass die gute finanzielle Grundlage und die Lage, die wir haben, an der prosperierenden Zone uns weiterhin entgegenkommen. Wir tendieren in der Zone zwischen Algermissen-Sarstedt-Hildesheim-Elze und liegen dabei ganz gut. Wir haben auch den Plan, den Hanlah noch weiter zu entwickeln. Wir profitieren von unserer guten finanziellen Lage, die uns viele Betriebe bescheren. Der CDU-Stadtverband wird immer kleiner und die Mitglieder immer älter. Die Politik hat keinen guten Stand mehr. Elze hat im Verhältnis zur kleinen Kommune recht viele Angebote. So liegt sie im ländlichen Bereich höher als andere Kommunen. Zum Schluss sprach Jürgen Schulte Schüren allen Mitgliedern seinen Dank aus und sagt: „Bleiben Sie uns gewogen.“ Klaus Knoke legte als Schatzmeister einen ausführlichen Bericht vor über die letzten Jahre und stellte fest, dass es mit der Kasse „ständig bergab“ gegangen sei. Inzwischen habe man auch die eisernen Reserven vom Sparbuch auf die Hauptkasse übertragen. Der niedrige Kassenstand gebe zum Nachdenken Anlass, so Knoke. Dazu erwähnte Ratsherr Jürgen Schulte Schüren, dass die einzelnen Ortsverbände keinen Anteil an den Mitgliederbeiträgen mehr überwiesen bekommen auf Grund von finanziellen Problemen des Kreisverbandes. Friedrich Thiele erläuterte als Kassenprüfer die Richtigkeit der Unterlagen und so wurden dem Vorstand und Kassenwart Entlastung erteilt. Die Neuwahl des Vorstandes ergab Folgendes: Vorsitzende Birgit Freifrau von Cramm, Vertreter Jürgen Schulte- Schüren, Schatzmeister Klaus Knoke, Schriftführerin neu Heike Sauter, Beisitzer: Albert Wille und Elke Hennies. Zu zwei Delegierten für Kreisparteitage wurden Birgit Freifrau von Cramm und Evelin Lange gewählt. Zu zwei Ersatzdelegierten wählte die Versammlung Cord Warnecke und Heike Sauter . Delegierte für den Bezirksparteitag wurde Albert Wille und als Ersatz Elke Hennies gewählt. Nach einer gemeinsamen Aussprache endete die Jahresversammlung der CDU.

Klicken Sie auf ein Foto, um es zu vergrößern!

Alle Fotos zu diesem Bericht als Diashow ansehen

[Seitenanfang]  [Zurück zur Startseite]  [Zum Archiv]




Jahresversammlung des Fördervereins St. Petrus
Elze - Gut besucht war die Jahresversammlung des „Katholischen Fördervereins St. Petrus in vinculis“ im Elzer Pfarrheim. Zum Verein zählen 33 Mitglieder. Erfreulicherweise nehmen auch viele andere Gläubige Anteil an der fruchtbaren Arbeit des Fördervereins, so dass es im Laufe des Jahres viele zusätzliche freiwillige Spender gibt. Daher sieht die Kassenlage sehr gut aus und der Vorstand ist immer wieder bereit ist, sich an verschiedenen öffentlichen Kosten der Elzer-Mehler Pfarrgemeinde zu beteiligen. So wurde kürzlich erst ein Satz Liederbücher „Gotteslob“ für das Mehler Gotteshaus angeschafft. Auch erhielt die indische Paten-Gemeinde, mit der Elze/Mehle seit vielen Jahren durch eine hohe Spendenbereitschaft verbunden ist, wieder eine großzügige Spende übersandt. Nach den Regularien der Jahresversammlung mit einem Rückblick auf die Veranstaltungen standen Vorstandswahlen auf dem Programm. Dem gesamten Vorstand wurde erneut das Vertrauen ausgesprochen. Daher stimmten alle Mitglieder für eine Wiederwahl für das nächste Jahr: Vorsitzende Hildegard Müller, Stellvertreterin Maria Kaufhold, Schriftführerin Dorothea Schünemann und Kassenwartin Birgit Runne. Hildegard Müller hatte ein Referat vorbereitet über „Bräuche in der Katholischen Kirche“. Dazu zählt das Feiern des Namenstages; das Segnen mit Weihwasser am Kircheneingang; das Beten des Rosenkranzes; die Übergabe eines Heiligenbildes zur Osterkommunion; das Segnen und Bekreuzigen eines frischen Brotes vor dem Anschnitt mit einem Brotmesser. Ehemals gab es für Katholiken ein Verbot zum Verzehr von Fleisch an Freitagen. Diese Tradition wurde eines Tages aufgegeben und der Freiwilligkeit vorbehalten, so dass die strenge Regelung nur noch an zwei besonderen Tagen im Osterzyklus gilt. So ist heute das Verbot zum Verzehr von Fleisch nur noch auf den Aschermittwoch und den Sterbetag Christi, den „Karfreitag“ reduziert. Erkennbar ist es, dass man die Wohnung eines Katholiken betritt, wenn man ein Kreuz an der Wand sieht. Zur Osterzeit werden geweihte Zweige an dieses Kreuz gesteckt. Als Schutzpatron gilt seit eh und je der Hl.Christophorus, so dass viele Katholiken ein Bild oder eine Medaille von diesem Heiligen bei sich tragen. Er gilt auch als guter Begleiter bei Autofahrten, so dass vor einer großen Reise ein kurzes Stoßgebet zu ihm gesprochen wird. Denn die Medaille mit dem Heiligen ist ein Amulett oder Talisman. Die allermeisten Bräuche aber ranken sich immer wieder um das Osterfest. wo auch bereits die heidnischen Völker diese Bräuche in ähnlicher Weise gepflegt haben. In der Osterliturgie des 12. Jahrhunderts waren bereits Initialen vorhanden, die mit einem Hasen verziert sind. Interessant ist es, dass auch das Eisgengitter am Eingang der St. Josephs-Kirche in Gronau mit Hasen verziert ist. Das Osterlamm war auch immer Symbol des Lebens, nicht nur zur Speise und zum Trank (Milch, Fleisch und Käse), sondern auch für Kleidung (Wolle). Im Judentum bedeutete das Osterlamm eine Opfergabe an Gott und als Symbol für den leidenden Gottesknecht. Wenn man die Bräuche bis zum 7. Jahrhundert verfolgt, stößt man auch auf das „Osterbrot“, ein süßes Weißbrot, dazu Schinken, Ostereier, Salz. Kräuter gab es für alle Gläubigen am Karsamstag in der Pfarrkirche. Dann folgte ein Segen nach dem Wortgottesdienst zum Abschluss der Fastenzeit. Das Segnen mit Weihwasser gab es für viele wichtigen Anlässe. Nicht nur an der Kirchtür, sondern bei feierlichen Gottesdiensten wurden die Gläubigen vom Priester auch mit Weihwasser besprengt. Der Sarg wurde gesegnet, oder ein neu gebautes oder renoviertes Haus. Es hatte zu bedeuten: „Ich gehe mit Gott in diesen Tag und bin als Christ unterwegs.“ Zur Anschauung hatte Hilde Müller einen Anzahl wertvoll dekorierter Ostereier von Zuhause mitgebracht, die mit großem Interesse herum gereicht wurden.

Klicken Sie auf ein Foto, um es zu vergrößern!

Alle Fotos zu diesem Bericht als Diashow ansehen

[Seitenanfang]  [Zurück zur Startseite]  [Zum Archiv]




„Gib Abfall einen Korb“: Pfandbecher fürs CJD
Elze - Bereits im Herbst 2017 hatte es am CJD Elze einen Aktionstag für die Umwelt gegeben, an dem die kompletten Jahrgänge fünf bis zehn teilgenommen hatten. Organisiert von Biologielehrerin Angela Raach-Nipkow und Politiklehrer Michael Schlegel stand dieser Tag unter dem Motto „Gib Abfall einen Korb“. Der Zeitbild Verlag Berlin hatte dieses Projekt für Schulen ins Leben gerufen, um insbesondere Schülerinnen und Schülern ein besseres Bewusstsein für Abfall und Littering zu vermitteln. Auch Materialien für den Unterricht wurden dafür erstellt und zur Verfügung gestellt. Im Rahmen des Aktionstags gab es diverse Projekt in den einzelnen Klassen sowie zentrale Informationsveranstaltungen. Die Schülerinnen und Schüler des CJD Elze haben aus den Vorträgen interessante Erkenntnisse gewonnen und daraufhin beschlossen, ihren Abfall deutlich organisierter zu trennen. In jedem Klassenzimmer sind seitdem Behälter zum Sammeln von Altpapier aufgestellt, einzelne Schüler sind zu den dafür Verantwortlichen ausgewählt worden. An zentralen Stellen stehen Sammelbehälter für leere PET-Flaschen, die für wohltätige Zwecke gespendet werden können. Der Zeitbild Verlag hat daraufhin der Christophorusschule Elze eine Spende von € 500,00 zugesprochen, die in Pfandbecher investiert worden ist. Diese Pfandbecher, deren Logo (im typischen CJD-Blau) der Schüler der Klasse 9b Florian Timokosch im Kunstunterricht unter Mithilfe von Kunstlehrer Rainer Sichermann entworfen hatte, sind nun geliefert worden. In Zukunft sollen sie gegen Pfand bei Veranstaltungen des CJD ausgegeben werden, um Müll mit Plastikbechern zu vermeiden. Erfreut zeigten sich nicht nur die für das Projekt Umweltschule zuständigen Lehrer, sondern auch die Schüler, die die Pfandbecher fröhlich in Szene setzten. Text und Fotos: Marita Bünger

Klicken Sie auf ein Foto, um es zu vergrößern!

Alle Fotos zu diesem Bericht als Diashow ansehen

[Seitenanfang]  [Zurück zur Startseite]  [Zum Archiv]




Hornissen: Lieber umsiedeln statt vernichten
Elze - Nachdem er im Sommer ein Hornissennest vom Kunstgebäude des CJD Elze in ein Waldgebiet umgesiedelt hatte, kam Markus Schmidt, Hildesheims ehrenamtlicher Hornissenbeauftragter, dieses Mal als Gastredner mit einem Vortrag über seine Leidenschaft ins LIBA des CJD. Neben der Präsentation vieler Fotos aus seiner Tätigkeit konnte er den Gästen vor allem diverse Ängste nehmen. „Nur selten sind Hornissen oder auch Wespen, Bienen und Hummeln angriffslustig. Im Grunde ist die Hornisse ein Fluchttier, kommt man ihr also zu nahe, ist ihre natürliche Reaktion immer zunächst die Flucht. Nur wenn man die Tiere irritiert oder angreift, sind sie sehr wohl bereit, sich und ihre Brut zu verteidigen“, erklärte er. Ein Hornissennest kann im Sommer bis zu 600 Tiere umfassen. Die Königin erwacht im Zeitraum von etwa April bis Juni aus dem Winterschlaf (sie ist die einzige, die den Sommer überlebt) und beginnt sofort mit dem Nestbau. Die ersten fünf Wochen ihres Lebens verbringt sie allein, baut am Nest und legt Eier. Die Larven gehen durch fünf verschiedene Stadien, brauchen etwa 30 Tage zum Schlüpfen und beginnen dann, Futter für die Königin und die nachfolgende Brut heranzuschaffen. Das sind Frucht- und Baumsäfte, aber vor allem auch Beutetiere wie Fliegen, Wespen, Honigbienen und Libellen; diese werden zerkaut und dann an die Brut verfüttert. Nur drei Wochen leben Arbeitsbienen, auch sie könnten Eier legen, dann würden sie allerdings von der Königin getötet. Zum Abschluss der Saison im September/Oktober eines Jahres schlüpfen dann die neuen Königinnen, fliegen zu den Drohnen, lassen sich befruchten und gehen danach sofort in den Winterschlaf über. Damit beginnt der Zyklus wieder von vorn. Für Markus Schmidt sind die Tiere sehr schützenswert; wo immer es möglich ist, siedelt er die Nester, die an ungünstigen Stellen hängen, um. „Ganz oft kann man durch sinnvolle Beratung die Ängste der Menschen beruhigen und mit Hilfe einfacher Maßnahmen die Hornissennester sogar an den Orten lassen, wo sie vorgefunden wurden, denn die Hornissen suchen eigentlich immer nur den geraden Ausflug aus dem Nest zur Futtersuche und danach wieder zurück. Beispielsweise Lichtquellen sorgen manchmal dafür, dass sie zu sehr in die Nähe der Menschen gelangen. Verbaut man ihnen dann mit engmaschigen Stoffen den Weg, fliegen sie nur noch ihre normale Strecke und sind keine Bedrohung mehr“, erklärte er. Aber natürlich sei der Schutz der Menschen entscheidend, und wenn wirklich eine Bedrohung zu erkennen sei, würde er auch den Schädlingsbekämpfer rufen. Die Stiche der Hornisse haben aber einen deutlich schlechteren Ruf als sie verdienten. „Natürlich schmerzen sie, aber Hornissen können ihre Stiche gut dosieren, sie verlieren ja auch ihren Stachel nicht. Die Toxizität der Stiche ist niedriger als bei einer Honigbiene.“ Die leider nicht allzu zahlreich erschienenen Gäste konnten dem Hornissenschützer seine Begeisterung für die Tiere deutlich anmerken und freuten sich an den vielen Geschichten, die Markus Schmidt zu seinen Erfahrungen erzählen konnte. Vorurteile wurden berichtigt, und ein neues Bewusstsein für die interessanten Insekten konnte geweckt werden. Text und Foto: Marita Bünger

Klicken Sie auf ein Foto, um es zu vergrößern!

Alle Fotos zu diesem Bericht als Diashow ansehen

[Seitenanfang]  [Zurück zur Startseite]  [Zum Archiv]




Versammlung des Heimat- und Geschichtsvereins
Elze - Im Rahmen ihrer Begrüßung der 27 Mitglieder und Gäste, die zur Jahresversammlung deds Elzer Heimat und Geschichtsvereins in Biel‘s Gasthaus gekommen waren, ging die Vorsitzende Astrid Schwarze besonders auf den ehemaligen Vorsitzenden und inzwischen verstorbenen Werner Müller ein, der sich sehr verdient gemacht hat für die Geschichte im Elzer Bereich. Seit vielen Jahren hat er für Recherche und Aufarbeitung gesorgt in jeder Richtung. Er war es, der als Erster einen kleinen Museumsraum au der Hauptstraße zusammen mit Fritz Kleuker eingerichtet hat. Auch für das heutige Museum, das sich später vergrößerte und in die ehemalige Mühle einzog, hat er lange Jahre Sorge getragen, ehe er den Heimat und Geschichtsverein, sowie das Museum in jüngere Hände übergeben hat. Astrid Schwarze zollte ihm gegenüber eine hohe Anerkennung und Wertschätzung. Sie hofft, dass sein Wirken noch lange im Gedächtnis der Elzer Bürger bleibt. Dann ging sie auf die Aktivitäten des letzten Jahres ein, Wo sich Werner Beermann besonders für das Orgelwochenende eingesetzt hat, das gut angenommen wurde und die Vorsitzende dankbar dafür ist, dass Beermann sehr viel anstößt. Auch im neuen Jahr sind wieder einige Publikationen geplant, so Astrid Schwarze. Die Kassenlage des Vereins steht auf festen Füßen, daher konnte auch ein neuer Laptop und ein Beamer angeschafft werden. Dann erinnerte sie an die Aufarbeitung der „Elzer Strohpappenfabrik Woge“, und das Thema „Elzer Stadtapotheke von 1663“,wodurch zwei subventionierte Bücher entstanden. Das Apothekenbuch wurde inzwischen vor einem breiten Publikum mit viel Erfolg im „Papenhof“ vorgestellt. Sie schlug vor, dass die Unterlagen von Jürgen Huck digitalisiert werden sollen. Sie hoffte einen guten reibungslosen Besuch des inzwischen 90Jährigen Historiker, der sein Buch über 100 Seiten selbst in Elze vorstellen wollte. Wahrscheinlich wird dieses der letzte Besuch des sehr ehrenwerten Elzer Ehrenbürgers Jürgen Huck in Elze sein. Dann stellte sie den Plan für 2018 vor. Der beginnt mit einer Tour am Samstag, den 5. Mai ab 8.00 Uhr, wo Herr Schlichting aus Eime die Teilnehmer mit dem Fahrrad durch die Elzer Feldmark führt, um die Vogelwelt zu erkunden. Es können auch jüngere Kinder teilnehmen. Auch in diesem Jahr wird eine Orgel vorgestellt und zwar die Furtwängler Orgel in der ev. St. Gallus-Kirche zu Esbeck am 15. Juni, wo anschließend der Chor Querbeet die Anwesenden erfreuen wird. Am 21. August 2018 wird ein emeritierter Professor Prof. Dr. Hans Otte über die „Reformation in Niedersachsen“ mit dem Schwerpunkt Fürstentum Calenberg sprechen. Am 11. September spricht Dr. Anton Weise von der Leibniz-Universität zum Thema Beraubung der Juden, hier gibt es auch Beispiele zur Täterforschung in Elze. Auch zum Thema „Dorfchronik“ zeigen sich erste Fortschritte. Astrid Schwarze lobte die ersten Ergebnisse der Chronik von Sorsum, wo es bislang kaum etwas gab. Margret und Claus-Dieter Kruse (ehemaliger Polizeibeamter) haben sich zusammen mit Werner Beermann an die Aufarbeitung gemacht. Es gibt schon erste Unterlagen mit 300 Seiten, die zusammengetragen wurden. Hier geht es um die Beeke und die Jagd und das Haus-Kataster. Dabei sind 7-8 Bürger auf der Suche, um demnächst die erste Manuskript Fassung herauszugeben. Dazu treffen sich die Bürger von Sorsum /Wittenburg in der Sorsumer Kapelle am 27.11. , daran schließt sich ein weiterer Abend am 28. November zum selben Thema im „Papenhof“ an. Am 6. November 2018 treffen sich die Sehlder im Sehlder Dorfgemeinschaftshaus. Dann wird zunächst über die Handwerksbetriebe gesprochen bei Kaffee und Kuchen. Daneben forscht Birgit Opitz weiter an der Chronik von Esbeck, wo Oskar Narten eine sehr gute Grundlage gelegt hat. In Wülfingen hat der Bäckermeister Wilhelms ein sehr erfolgreiches Buch herausgebracht. Hier haben sich alle Vorsitzenden aus Wülfingen zusammengesetzt, um über die Fortsetzung des Buches zu sprechen. In Mehle ist Buch II nach dem Steinbrecher-Buch erschienen, wo eine Gruppe aus Mehle die die neuere Geschichte zusammengestellt hat. Dann zeigte Werner Beermann einen Film mit Einblicken in einige Elzer Unternehmen. Carl Beck gründete in 1896 eine Futtermittelfabrik an der Saale. Dieses Firma hatte ein gutes Ansehen und existierte in Elze von 1932-1965. Carl Beck wurde nach damaligen Kenntnissen, als außergewöhnliches Genie bezeichnet. In 1965 wurde der Betrieb eingestellt. Firma Hennies führte den Betrieb als „Knochenmühle“ weiter mit Herstellung von Glycerin und Seife aus Knochen-Schrott. Der Gestank war fürchterlich und manches Mal sagten die Menschen in der Umgebung: „Dem Hennies seine Knochen stinken“. Die Lebenserinnerungen von August Elpel, der im Nds. Waggonbau Graaff 1946-1990 gearbeitet hat ,sind ein Beweis dafür, dass jemand die starken Veränderungen in der Geschäftswelt miterlebt hat. Und das ist auch wert genug, in der Erinnerung wach zu halten. Interessant zum Durcharbeiten erscheint Werner Beermann auch die restaurierte Ausgabe von Daniel Eberhard Barings „Beschreibung der Saale aus dem Jahre 1744“ Dieses sehr viele Seiten umfassende Werk, dass er im Antiquariat erstanden hat, zeigt Beermann voll Stolz den Mitgliedern des Geschichtsvereins, denn hier wird auch Elze erwähnt. Darin erscheinen Namen wie Dr. Knopf und auch Johann Letzner. Auch ein Herr aus Deinsen, hat sich hier im Buch verewigt. Aber um das vorzustellen, ist noch eine längere Aufarbeitung erforderlich. Beermann hat schon verschiedene Anläufe gemacht, über bestimmte Handwerker in Elze zu schreiben, aber nicht jeder war an einer Präsentation interessiert. Da sind noch manche Arbeiten zu erfüllen in der nächsten Zeit. Zum einen schloss der Elzer Frisiersalon D.Konrad für Damen- und Herren in 2017 nach 68 Berufsjahren. Vor 1893 kam ein Lederhändler Rechberg aus Hannover, der betrieb dann in Elze eine Lohgerberei mit Handel am nahen Fluss. Er war auf das fließende Wasser der Saale angewiesen. Die neueste Mode zeigte immer die Kleiderfabrik Udo Theis. Die Familie zog von Wuppertal nach Elze und produzierte in der Elzer Dammstraße. Im Schaufenster neben dem Textilgeschäft Zach in der Bahnhofstraße stellte die Firma ihre Modekollektion aus. Auch gab es damals schon die erste Modenschau, von der es Fotos gibt. Beermann machte die Entdeckung, das es ein wertvolles Gemälde von Joachim Gesenius aus Esbeck aus dem 17. Jahrhundert gibt, dass in Heidelberg, bei einer Familie lagert. Hier wünscht sich Beermann, dass jemand dieses Gemälde nach Elze holt.

Klicken Sie auf ein Foto, um es zu vergrößern!

Alle Fotos zu diesem Bericht als Diashow ansehen

[Seitenanfang]  [Zurück zur Startseite]  [Zum Archiv]




Buchtitel: Die Elzer Stadt-Apotheke von 1663
Elze - Der Neunzigjährige gebürtige Elzer, Jürgen Huck, Archivdirektor a.D. der Stadt Köln, hat nun ein niegelnagelneues Buch im Rahmen der Schriftenreihe des Elzer Heimat- und Geschichtsvereins e.V. über die Apothekengeschichte mit dem Titel „Die Elzer Stadt-Apotheke von 1663“ geschrieben, dass seit dem 19. März käuflich erworben werden kann, ab jetzt in der Stadt- Apotheke Elze. Das Buch macht einen jahrhundertelangen Wandel deutlich: „Apotheken im Wandel der Zeiten“ Auf Bitten der Vereinsführung vom Geschichtsverein kam er eigens nach Elze, um seinen neuesten Band vorzustellen und den vielen interessierten Bürgern der Stadt Elze die facettenreiche Rückschau zu erläutern, die mit vielen geschichtlichen Ereignissen der Stadt Elze zusammenhängt. „Als er beauftragt wurde, die Fakten für diese Apotheke zusammenzutragen, lagen ihm lediglich 5 DIN A-4 Blätter vor, die Huck in 1950 als sehr junger Historiker vom ehemaligen Apotheker Johannes Totz zur Verfügung gestellt bekam. Nun ist daraus ein anschauliches bebildertes Buch mit 85 Seiten geworden, das sich sehen lassen kann.“ Den Vortrag über die Buchvorstellung hielt Huck am 19.3.2018 im „Papenhof“. Gerd Schünemann, der heutige Besitzer der Stadt-Apotheke verwaltet als Eigentümer seit 36 Jahren das Erbe der Stadt-Apotheke. Daneben ist er auch zweiter Vorsitzender des Elzer Heimat- und Geschichtsvereins. Dann aber begann eine jahrzehntelange Arbeit für Huck, wo er in allen Archiven geschichtliche Daten zusammengetragen hat, u.a. aus dem Elzer Stadtarchiv, aus dem Archiv der ev.luth. Kirche Elze St. Peter- und Paul, bzw. aus dem Niedersächsischen Stadtarchiv Hannover. Huck begann seinen Vortrag mit den markanten Worten: „Solange es Menschen gibt, hat es auch Krankheiten gegeben, aber auch Kundige des Heilens und der Heilmittel.“ Damals war man überzeugt, dass die Arzneien aus Griechenland überall hinübergeschwappt sind, weil die Grundlage für die Ärzte und Apotheker in griechischer Sprache wurzeln. Doch später fand man andere Herkunftsländer. So ist die Grundlage des neuen Gesundheitswesen in Alexandria und die Kunst der Apotheker stammt schon aus dem Jahr 754 vom „Kalif von Bagdad“, der die erste öffentliche Apotheke gründete. Es gibt ein altes Lexikon; so Huck, von 1834 das sagt etwas über die spätere Entstehung der Apotheken aus. Zuvor hatten Ärzte selbst die Patienten mit Arznei versorgt mit einem selbst hergestellten Extrakt aus Heilkräutern. Vor 6 Jahrhunderten wurden auch bei den Klöstern Gartenkräuter angebaut. Hier ist die Zeit, in der die Äbtissin Hildegard von Bingen 1098-1179 lebte. Italien heilte ab 1200 und das Deutsche Reich ab 1348 mit Kräutern. Kaiser Friedrich II förderte die Heilkunde von 1115-50. Dann aber wurde das Staufer Gesundheitswesen angenommen, sodass Medizin und Pharmazie getrennt werden musste. Ärzte gab es damals erst an Fürstenhöfen. Ab dem Mittelalter hatte dann das Hospital-Wesen seinen großen Aufschwung. In Hildesheim gab es ab dem 18. Jahrhundert 18 Hospitäler für Leprakranke und dazu gab es Siechenhäuser. Ab 1671 kam auch nach Mehle ein „Siechenhaus“ später „Seikenborn“ (heute ein Straßenname in Mehle). Das Haus war für Elze und Mehle wichtig, was bis ins Hochmittelalter hineinreicht. Ärzte waren in ihrem Handwerk ausgebildete tüchtige Heilkundige. Der Doktor sagte von sich: „Ich bin ein Doktor der Arznei“. In einer Schrift ist zu lesen: „Im Harn kann ich alles sehen! Ich kann helfen mit einem Syrup oder Rezept“ (ehe dann die Trennung kam.) Im 13.Jahrhundert gab es dann Ratsapotheken. 1568 war noch nicht alles ausgewogen zwischen Apothekern und Ärzten. 1698 wurde noch im Mörser gestampft. Seit 1318 gab es in Hildesheim die Ratsapotheke mit Pflanzen aus eigenem Garen, während Ärzte noch bis zum 18. Jahrhundert mit Kräutern praktizierten. Dann kamen die Gaststuben, da gab es Wein und Branntwein und eine Ratsstube zum Ausruhen und für festliche Empfänge. Allein die „Sage vom Räuber Lippold“ aus Brunkensen sagt aus, dass die Bürgermeistertochter, die er in Gefangenschaft hatte, Medizin aus der Apotheke in Alfeld geholt hat im späten Mittelalter. Sie musste versprechen, dass sie niemanden etwas erzählt. Daher hat sie ihr Unglück an einem blauen Stein auf dem Alfelder Marktplatz beweint. Im 16. Jahrhundert waren die Apotheken noch wenig entwickelt. Nach 1648 hatten nur 4 Orte eine Apotheke. In Elze fehlte sie auch noch. 1663 kam dann die erste Apotheke nach Elze. Das Kirchenbuch zu Hannover sagt, dass in 1663 ein Friedrich Wienecker Apotheker in Elze wurde. Seine Frau war die Tochter des Hildesheimer Apothekers Jacob Meyer. Zeitweise erscheint der Name „Wienecker“ auch in einer Hannoverschen Aufzeichnung einer Apotheke. Interessant ist es, wie Huck sagt: „Dass die Hildesheimer Kirche von Elze aus gegründet wurde und die Apotheke in Elze wurde von Hildesheim aus gegründet. Hand in Hand mit dem Rat der Stadt Elze wurde das Apothekenhaus erbaut. Die Häuserreiche Ost und West war schon dicht geschlossen, als die Apotheke in die Lücke gebaut wurde. Daher verdeckte der Neubau zu einem Teil die Peter- und Paul-Kirche, wie aus den Aufzeichnungen zu ersehen ist. Die Umgebung der Kirche nannte man damals „Ratsfreiheit“. In diesem Terrain durfte ein Straftäter nicht mehr gerichtlich belangt werden. So wurde die Apotheke in die Ratsfreiheit gebaut. Wienecker wurde nur Pächter. Dann kam der 7jährige Krieg, danach der 30jäh.Krieg nach vier Jahren wurde die Apotheke an Apotheker Wienecker (1664-1710)verkauft. Die Apotheke war ein schmuckes Bauwerk mit Fachwerk und Schnitzereien. In jedes Bauwerk wurde damals das Wappen von Elze geschnitzt. In 1668 wurde das Elzer Stadtwappen auch in der Wand der Wassermühle dargestellt. Wienecker 1676 Nun kam ein neues Thema auf, „Die Erlaubnis, Wein und Branntwein in der Ratsstube der Apotheke auszuschenken, machte die Apotheke zum Treffpunkt und so wurden nicht nur von Ratsherren sondern auch von Bürgern feuchtfröhliche Gelage durchgeführt. In 1732 heißt es, dass hier nicht nur der Bürgermeister einkehrte sondern auch die Ratsherren und alle Stände der Stadt sowohl in Hildesheim wie auch in Elze. Im 18.Jahrhundert passierte das erste Unglück, denn ein Gedenkstein sagt aus, dass die Stadt Elze durch den Brandstifter Hölscher in 1745 zu einem großen Teil abbrannte, darunter auch Rathaus, Kirche und Apotheke. Die in 1664 erbaute Ratsapotheke wurde schwer mitgenommen vom Brand 1743, darunter auch Nebengebäude, wie Stallungen Wagenschauer und Pferd. Das Apothekergebäude konnte neu aufgebaut werden. Die Witwe von Wienecker heiratete einen Apotheker Haase.1766 kam der neue Apotheker Achim Haase. Das Gebäude hatte vorher einen Wert von 2.500 Reichstalern, als Gegenbeispiel zum Vergleich. Das Herrenhaus derer Bock von Wülfingen hatte einen Wert von 4.000 Reichstalern., der Brandschutzwert war 7.000 Reichstaler. Vorschrift war es jedoch, die Apotheke wieder zu renovieren, weil sie hervorragend zum Stadtbild gepasst hat. 1824 ereignete sich der zweite große Brand mit Kirche und Apotheke, hier hat das Labor noch zu Extra-Brand geführt. Jetzt wurde der Wiederaufbau der Stadt verändert in Richtung Flutstraße. Haus, Stall, Scheune, Labor, dadurch brachte der Wiederaufbau eine Verbesserung. Der Nebenerwerb konnte noch ausgeweitet werden um das 17.Jahrhundert herum. Die Stadtverwaltung Elze wie auch der Stadtvogt von Dannhausen wurden zum Mittagessen eingeladen bei gehobener Gastlichkeit. Der Vorläufer hierfür war Hildesheim und so wurden im Frühjahr und Herbst eine Anzahl Feste mit Musik und Tanz angeboten, wo man sich tüchtig belustigt haben soll. Die Elzer Apotheke hatte das Recht zum Ausschank von Wein und Branntwein, so dass es an Markttagen in der Behausung der Apotheke Musik und Tanz für die zum Markt kommenden Gäste gegeben habe. Das alles hat die Apotheke nicht beeinträchtigt. Hier taucht als neuer Apotheker Karl Iffland 1867 auf. In der zweiten Hälfte des 19.Jahrh. kommt die Bestimmung, dass auf Wein und Branntwein verzichtet werden sollte. 1872 wird diese leichtlebige Zeit zum letzten Mal erlaubt. 1866 kam ein Preußischer Landesherr bei dem die Bestimmungen strenger wurden. Von 1938-45 kam ein neuer gelernter Apotheker (Böhmer) in Elze an, der neben der Apotheke eine Medizinal-Drogerie einrichtete. Dabei gab es Flaschen und Dosen für die Medizin, dadurch hat sich das Bild der Apotheken-Einrichtung grundlegend verändert.. 1953 dann kam Johannes Totz, der in Elze noch sehr bekannt ist und bis 1982 blieb. Dann kam der Umzug der Apotheke innerhalb der Hauptstraße von 59 auf Hauptstraße 69. Totz stammte aus Pommern. „Der Wandel der Apotheken landauf landab ist derart umfangreich, dass man sich das alles im Museum einmal anschauen sollte“, empfiehlt Jürgen Huck. „Die Elzer Stadt- Apotheke 1663 bis in die 2. Hälfte des 18. Jahrh. wurde mit ihrer „Apotheker- Kunst“ wie ein Handwerk erlernt und betrieben“ lobt Huck.. Ab 1750 gab es dann Lehrlinge, Apotheker-Gesellen und Administratoren mit Universitätsbildung, alle waren angestellt bei Karl Christian Haase (Studium in Göttingen) Dann zeigte Huck eine interessante Arznei-Rechnung von 1861, als Wilhelm Iffland in Elze die Apotheke führte. Johannes Totz übernahm die Apotheke in 1953 und ging in 1982 in den Ruhestand. So führte er die Apotheke 29 Jahre lang in Elze. Gerd Schünemann übernahm die Apotheke auf der Hauptstraße in 1983. Schünemann fand hier seine zweite Heimat und gründete eine Familie mit Ehefrau und 3 Kindern. Jürgen Huck wünscht der Stadtapotheke: „Möge die Apotheke weiter blühen und gedeihen zum Nutzen der Kunden und Patienten.“ damit beendete er seinen eindrucksvollen Vortrag. Nach einem starken Beifall der anwesenden Zuhörer übernahm Apotheker Gerd Schünemann das Wort und malte ein bedenkliches Bild im medizinischen Bereich für die Stadt Elze auf, durch dramatische Veränderungen aufgrund der Erreichung von Altersgrenzen bei den Medizinern. „Das Gesundheitswesen darf uns alle nicht kalt lassen“, so Schünemann Er erläuterte dann, dass es schon viele Gespräche gegeben habe, das kam auch in Bezug auf den Bau des Argentums mit seinem medizinischen Versorgungszentrum, dass die Zukunft sichern soll; wie auch durch den Umbau der Stadt-Apotheke. “Wenn wir in Elze keine Ärzte mehr haben, ist die medizinische Versorgung nicht mehr gewährleistet“, so Schünemann. Dann rollte er die Geschichte zurück und erinnerte an den Umzug der Apotheke, als sie unter seiner Leitung mit ihrem Standort über die Hauptstraße in 1987 wechselte. Das Haus der Familie Dannhausen wurde 1963-64 umgebaut und zu Läden umgestaltet. Zunächst kam ein Supermarkt, dann ein Farben und Teppichgeschäft, dann zog Firma Köhler aus Elze ein, 1987 dann die Stadt-Apotheke. Vor zwei Jahren in 2016 kam dann die Entscheidung, dass wieder Ärzte in Elze ansässig werden sollten. Dazu ziehen zunächst Senioren in das Argentum ein, hinzu ziehen Praxen der Helios Klinik ins Medizinische Versorgungszentrum nach Elze um. Dort werden sich mehrere Ärzte in einer selbstständigen Praxis alles teilen. Mit dem Hoffnung auf einen guten Anfang für die neue bahnbrechende Idee für die Medinzinische Betreuung in Elze schloss der Elzer Achivdirektor Jürgen Huck seinen ausführlichen Vortrag und sagte: „Ich hoffe, dass das Modell Apotheke noch lange Bestand hat und weitergeführt werden wird. Ich wünsche dem neuen Medizinischen Modell mit Freude gutes Gelingen und versichere meine Anteilnahme. Ich werde das Entstehen von Weitem verfolgen“.

Klicken Sie auf ein Foto, um es zu vergrößern!

Alle Fotos zu diesem Bericht als Diashow ansehen

[Seitenanfang]  [Zurück zur Startseite]  [Zum Archiv]




„Elze ist mir immer Heimatstadt geblieben!“
Elze - „Es hat mich immer alles interessiert, was Elze betraf: ob Kirche, Schule oder Wirtschaft“ sagt heute Jürgen Huck der seit den 60er Jahren Archivdirektor von Köln-Porz war bis zu seinem Ruhestand. Im Dezember konnte er seinen 90. Geburtstag feiern. Er wurde am 9. Dezember 1929 in Stadtoldendorf als ältester Sohn von 6 Kindern des damaligen Bürgermeisters von Elze geboren. Recht bald zog die Familie nach Elze in die Bahnhofstraße um. Denn Elze ist die Heimatstadt der Familie Huck und dass seit mehr als 100 Jahren. Jürgen Huck hat seine Vaterstadt Elze immer sehr hoch eingeschätzt, denn hier hat sein Leben und Wirken seinen Anfang genommen. Dafür hat ihm auch vor ein paar Jahren die Stadt Elze den „Ehrenring der Stadt Elze“ verliehen. „Ich wollte immer wieder das Gesamtbild von Elze sichtbar machen“, sagt er von sich. Darüberhinaus wurde Huck mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Sein Besuch in Elze galt seinem bebilderten Buch über „Die Elzer Stadt-Apotheke von 1663“, worüber er im Elzer Papenhof für den ‚Elzer Heimat- und Geschichtsverein‘ einen Vortrag gehalten hat. Seine Schulzeit begann in der Volksschule Elze, woran sich die Kreismittelschule Gronau anschloss und das Scharnhorst-Gymnasium Hildesheim. In 1942 endete seine Schulzeit jäh, durch den Einzug als Luftwaffenhelfer im 2. Weltkrieg. Für ihn begann der „Ernst des Lebens“ viel zu früh, denn er wurde in der Flakbatterie eingesetzt. Seine Wehrertüchtigung begann in Nienburg. Da wurde er zum Reichsarbeitsdienst in 1944 in der Lüneburger Heide.eingeteilt. Von Dezember 1943 -Spätsommer 1944 war er als Luftwaffenhelfer eingesetzt worden für Gefahrensituationen. Er wurde Infantrist im Ersatz- und Ausbildungs-Batallion in Göttingen, auf dem Truppenübungsplatz Bergen. Beim Marsch an die Westfront erhielt er einen Durchschuss durch den Oberschenkel und wurde nun als „behindert“ angesehen. In 1948 ging es für ihn zurück auf die Schulbank, um sein Abi nachzumachen. „Dadurch ist mein Leben spät in Gang gekommen.“ Nach dem Abitur ging es für ihn um „Leben und Tod“, denn er hatte drei Jahre lang schwere Schmerzen in den Rippen, so dass seine Krankheit bis 1950 dauerte. „Durch die vielen Operationen hatte ich einen schweren Start ins Leben.“ Ab 1.9.1950 wurde er Mitarbeiter im Niedersächsischen Landesarchiv. Auf die Frage seines Vaters an seinen Sohn im Schulalter: „Was willst Du mal werden?“ hat er geantwortet: „Ich möchte Geschichtswissenschaft studieren“. Sein Vater aber kam am 24.2.1946 ums Leben, weil er in britischer Gefangenschaft verhungert ist. Meine Mutter konnte mit ihren 6 Kindern nicht das Studium bezahlen. „Da hieß es für mich: Du musst Dich selbst vorwärts arbeiten!“ Durch meine schwere Erkrankung galt ich als 50% schwerbeschädigt. Daher nahm man mich als Archiv-Anwärter in Hannover in den Staatsdienst. In 1952 wurde das Bundesarchiv Koblenz gegründet. „Denen war ich soviel Wert, dass sie mich als Archivanwärter eingestellt haben“. Schon damals gab es erste Veröffentlichungen über Elze, was mit dem Aufsatz begann: „Elze, die Stadt der Brände“. Von 1952-59 wurde er Inspektor im Bundesarchiv und blieb dann bis 31.12.59 in Koblenz. Er sagt von sich:“Stadtluft macht frei“ Nachdem er in Koblenz seine Arbeit gut gemacht hatte, bewarb er sich beim Stadtarchiv in Porz am Rhein (in der Nähe von Köln), wo er heute noch lebt. In 1975 kam die Eingemeindung von Porz zur nahegelegenen Großstadt Köln. Um sich herum wurden alle Städte um Köln herum eingemeindet aus dem „Nichts“. Damals hatte Köln noch 50.000 Einwohner heute schon 90.000 Einwohner. Für zwei Jahre ging ich dann ins Stadtarchiv von Neuß als Stadtarchiv-Direktor bis 1989. „Unabhängig davon habe ich seit der Nachkriegszeit immer wieder in Elze weiter geforscht. Mich hat alles was Elze betraf, Kirche, Schule, Wirtschaft immer interessiert.“ Mit Urkunden, Akten, Daten und Plänen hat sich Huck immer wieder befasst. „Ich wollte immer wieder das Gesamtbild von Elze sichtbar machen“. Die Lebensbereiche die ich kannte, habe ich alle verarbeitet, so auch die Kirchen- und Schulgeschichte von Elze. „Ich stand immer in einem guten Verhältnis zum Archivdirektor Professor Dr. Herbert Reyer. So habe ich immer wieder Beiträge zur Geschichte der Stadt Elze geschrieben. Das waren immer einzelne Aufsätze, die ich im Laufe meines Lebens erarbeitet habe. Über meine heutige Rheinische Umgebung habe ich allein 270 Veröffentlichungen insgesamt verfasst. Oft habe ich auch meine Veröffentlichungen ins jeweilige Jahrbuch der Stadt Hildesheim gesetzt. 2002 habe ich 75 Jahre meines Leben und Wirken ins Hildesheimer Jahrbuch geschrieben. Dabei sind auch die Biografie und alle Veröffentlichungen mit aufgelistet. Über die Elzer Stadtgeschichte ist immer wieder ein Beitrag erschienen, u.a. wann Elze zur Stadt ernannt wurde in 1614. „Ab 1964 habe ich die Archive der Familie Bock von Wülfingen geordnet und ein Verzeichnis erstellt. Seit 2010 gibt es nun ein 3teiliges Werk über die Familie Bock von Wülfingen. Es wurde veröffentlicht in der Reihe „Quellen und Forschungen zur Geschichte Niedersachsens, herausgegeben vom Verein von Niedersachsen, wo ich seit 1949 Mitglied bin“. „Warum ich über Elze geschrieben habe? Weil ich ein Elzer Junge bin aus einer alten Elzer Familie stammend.“ „Schon immer hat mich Heimatkunde und der Unterricht mit Sagen und geschichtlichem Hintergrund interessiert“. Dabei habe er in der Elzer Volksschule viel seinen Volksschullehrern zu verdanken. Dazu zählen Karl Brodtmann, Karl Bolm und Rektor Konrad Niepoth. Auch die Schriften vom Grafen von Bennigsen haben ihn interessiert mit der Geschichte der Nachbarschaft Elze/Gronau. „Elze ist mir immer meine Heimatstadt geblieben!“ Die Fürstbischöfe von Hildesheim waren Landesherren für Elze. „Meine Quellen waren immer das Stadtarchiv in Elze, die ev.-lutherische Peter- und Paul-Kirche, das Nds. Landesarchiv Hannover mit seinem Archiv in Wolfenbüttel. Ebenso fand ich wichtige Fakten im Bistumsarchiv Hildesheim und im Stadtarchiv von Hildesheim. Auch den Aufzeichnungen des Oberbefehlshaber der Belagerung Levin Graf von Bennigsen aus Banteln konnte ich viel entnehmen“. Darüber hinaus sagt er, es gäbe immerfort etwas zu entdecken, ob das beim Wandern ist oder durch Musikerlebnisse. Denn Huck‘s beide Töchter (62J und 60J) sind in der Musikhochschule Rheinbund Köln und haben auch geschichtsbewußte Partner gefunden. Seit Oktober 1986 ist Huck in zweiter Ehe verheiratet mit Gisela, einer Kardiologin, und konnte so seinen 90. Geburtstag im Kreise der Familie feiern.

Klicken Sie auf ein Foto, um es zu vergrößern!

Alle Fotos zu diesem Bericht als Diashow ansehen

[Seitenanfang]  [Zurück zur Startseite]  [Zum Archiv]




JHV: SC Elze wieder in ruhigem Fahrwasser
Elze - Ein herausragendes Ereignis im Schützenclub Elzewar der erfolgreiche 7. Platz bei der Deutschen Meisterschaft in München vom Jugendschützen Colin Woyciehowski (20J). Als weiteres wichtiges Ereignis konnte der Schützenbruder Dieter Milte für 60 Jahre als dauerhaft aktiver Schütze mit der Sebastianus-Nadel ausgezeichnet werden. Zur Jahresversammlung des Schützenclubs 2018 konnte der Vorsitzende Carsten Bartels viele Mitglieder begrüßen. Er resümierte, dass der Verein nach dem turbulenten Jahr 2016 schon in 2017 in ruhigeres Fahrwasser gekommen sei. Er begrüßte neben allen Mitgliedern besonders vier Neumitglieder Frank und Sylvia Schachtschneider aus Wülfingen, Martina Wollschläger und Svenja Bartels. Im Jahre 2017 sind zwar 6 Mitglieder ausgetreten, aber auch 8 neue Mitglieder hinzugekommen, so dass nunmehr 90 Mitglieder, darunter 8 Jugendlichen zur Zeit zum Kader zählen. Die Braunkohl-Wanderung musste ausfallen aus Mangel an Beteiligung. Bartels rief die Mitglieder auf, sich möglichst häufig an den Veranstaltungen teilzunehmen, wenn es denn gesundheitlich und terminlich passt. „Nur so kann die Gemeinschaft gefördert werden und wir geben nach außen ein geschlossenes Bild. Der Vorstand hat sich wie auch in den Vorjahren zu regelmäßigen monatlichen Sitzungen 12 mal im Jahr getroffen“. „Es lag genug Arbeit vor uns durch Personalprobleme“. Auf der Vorstandsbank steht eine neue Schützenschwester Svenja Bartels und als zweiter Neuzugang Klaus Hartmann, der künftige Platzwart, der kommissarisch zunächst die Aufgabe übernimmt“, so Carsten Bartels. Svenja Bartels (nicht verwandt mit dem Vorsitzenden) ist im Sommer eingetreten und wurde zunächst kommissarisch als Jugendwartin eingesetzt, da ihr Sohn Ben bereits Erfahrungen im Verein gesammelt hat und schon beachtliche Erfolge „erzielt“ hat. Nach der Einarbeitungsphase wollen sich beide Svenja Bartels und Klaus Hartmann in 2019 zur Wahl zur stellen. „Das Marienberg-Pokal-Wochenende 2017 ist gut gelaufen“, so Bartels. Hier wurden außer vielen Teilnehmern mit sehr guten Ergebnissen, auch die Bürgerkönigin und der Bürgerkönig ermittelt. Die Bekanntgabe erfolgte später während der Königsfeier des Vereins. „Die Schießsportwoche fiel in 2016 aus bekannten Gründen aus. Wir wollten sie dennoch wieder ins Leben rufen“. Diese Disziplin soll sich aber künftig nicht mehr über 2 Wochen hinziehen, sondern es soll nur noch ein Wochenende dafür vorgesehen werden, weil sich durch viel Personal immer zu viel Leerlauf entstanden ist, erläutert Bartels. „Daher haben wir inzwischen für 2018 diesen sportlichen Wettstreit auf nur eine Woche begrenzt. Dann geht es also von Monat bis Samstag richtig zur Sache, mit dem Vorteil, dass die Organisation straffer wird, so Bartels. Im Juli begleitete Carsten Bartels den Junior-Schützen Colin Woyciehowski (20J) zur Landesmeisterschaft nach Wilkenburg bei Hannover. In seiner Disziplin 60 Schuss KK Liegendkampf hat Colin mit 585 von 600 möglichen Ringen erreicht und eine verdiente Silbermedaille errungen bei diesem Super-Ergebnis. Das reichte denn auch für die Teilnahme an der deutsche Meisterschaft in München. Das Limit für München wurde auf 575 Ring festgelegt, die Colin locker überschritten hat. Im August fuhren der Vereinsvorsitzende mit einem zusätzlichen Begleiter mit dem Jungschützen nach München. Interessant war die Besichtigung der Olympia-Schießsportanlage aus den 70er Jahre in Hochbrück. Auch hier war Colin‘s Ergebnis wirklich Klasse. Von 49 Teilnehmern im Vorkampf wurde er 3. das wäre Bronze gewesen mit 589 Ring von 600. Die ersten 8 aus dem Vorkampf kamen dann noch mit in den Endkampf. Dort hat Colin dann den siebten Platz erreicht. Ganz nebenbei ist er im Ländervergleich auch noch bester Niedersachsen-Schütze geworden (Platz 3). Für Colin persönlich und für den SC-Elze als sein Heimatverein war dieser Sieg ein überragender Erfolg. Im September wurden in Elze dann die Schützenkönigin, der Schützenkönig und der Jugendkönig ermittelt, die alle zwei Jahre gekürt werden. Königin und König werden mit dem KK-Gewehr, 50m Auflage mit nur einem Schuss ermittelt, der Jugendkönig ebenso, aber mit dem Luftgewehr, 10m Auflage, beide auf den laufenden Keiler. Wer die beste 10 geschossen hat, oder am dichtesten an der 10 dran ist, wird Königin oder König. Auch dieser Erfolg konnte sich dann auch sehen lassen“, so Bartels. So sprach er seinen Glückwunsch im Namen des SC Elze aus für alles Erreichte. Schützenkönigin wurde Martina Wollschläger; Schützenkönig Hans Georg Hartmann; Jugendkönig Daniel Amirbekov; Bürgerkönigin Sylvia Schachtschneider und Bürgerkönig Egon Wieckhorst. Im September gab es eine Feierstunde mit anschließendem „Tag der offenen Tür“. Dazu kamen Gäste aus der Kommune, Landes- und Bundespolitik sowie die Sponsoren, um gemeinsam die Meyton-Anlage, den neuen Kurzwaffenstand offiziell einzuweihen. Immerhin waren neben den vielen Arbeitsstunden der Mitglieder erhebliche Summen fremdes Geld in die Erstellung dieser Anlage geflossen und dieser Tag sollte ein „Dankeschön an alle Sponsoren“ sein. Dabei wurde die gesamte Anlage vorgestellt und umfassend erklärt und bei einem Imbiss noch Fragen beantwortet. Ein weiterer wichtiger Termin, ist das traditionelle Ratspokal-Schießen im Herbst. Dann schießen die Mitglieder aus Rat und Verwaltung der Stadt Elze ihren Pokal aus mit dem KK-Gewehr, Luftgewehr und der Sportpistole. Ein rustikales Essen sorgt für einen gemütlichen Abend. Hierbei kann die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt und dem Club positiv vertieft werden. Die Stadt Elze ist Eigentümer dieses Geländes und der Club Eigentümer der umfangreichen baulichen Anlagen. Da ist es angezeigt, das positive Verhältnis zur Stadt weiter auszubauen. Zum Jahresabschluss kommt dann immer unsere traditionelle und wie ich meine sehr schöne Weihnachtsfeier in Form eines gemütlichen Kaffee-Nachmittages. Hierbei werden traditionell die Vereinsmeister bekannt gegeben und geehrt sowie die Preise vom Weihnachtspreisschießen an die Sieger in den einzelnen Kategorien verteilt. Ausblick auf das Jahr 2018 Bartels blickte dann nach vorn und resümierte: „Wichtig ist, dass wir die Ruhe und das gute vertrauensvolle Miteinander, das sich 2017 eingestellt hat, bewahren können. Nur so können wir den Club wieder voranbringen, Erfolge erzielen und nach außen ein gutes ausgeglichenes Bild abgeben. Des weiteren gilt es auch, die Jugendleitung aktiv zu unterstützen und unseren jungen Schützen nach Kräften zu helfen. Denn sie sind diejenigen, die später den Club weiterführen sollen. Zum Schluss richtete er noch ein ganz großes Dankeschön an Ursel Marquordt, Erika Ramseier, den Vorstand und Hartmut Wittke, als stellvertretenden 2. Schützenmeister, sowie Ralf Lorenz Denn wir haben zusammen viel erreicht und sollten diesen Weg weitergehen. Einige Mitglieder wollen sich künftig von Luftgewehr auf Pressluftgewehr umstellen. Dabei erwähnte Bartels als großen Aufwärtstrend, dass sich die Firma Avacon bereit erklärt hatte zu einem Sponsorenvertrag. So hat die Firma großzügig ein Pressluftgewehr ganz übernommen und für die zweite Waffe, wurde ein anderer Sponsor gefunden. Es folgte der Bericht des 1. Schießsportleiters Magnus Vincentini zunächst über die Vereinsmeister. Herausragend war der erfolgreiche 7. Platz im DSB von Colin Woyciehowski (20J). Die Liste ist lang, denn 34 Vereinsmeister absolvierten in 14 Disziplinen 63 Starts. Außer den Erfolgen auf eigener Schießsportanlage kamen viele Auftritte in anderen Sportstätten hinzu; u.a.die Verbandsmeisterschaften des SSV Alfeld, wo 44 Starts in 11 Disziplinen absolviert wurden. Dann die Landesmeisterschaften des NSSV mit 6 Starts in 7 Disziplinen; die Runden-Wettkämpfe des SSV Alfeld in 7 Disziplinen. Wie Vincentini resümiert, war das Ganze eine beeindruckende schießsportliche Leistung, die die Mitglieder des SC Elze im Jahr 2017 entweder selbst erbracht oder für den Schießsport organisiert haben. Sein besonderer Dank galt den Schützen und Schützinnen des SC Elze. Den Jugendbericht trug kommissarisch Ralf Lorenz vor, für die beiden ausgeschiedenen Vorgänger. Das Jugendtraining für die 9 Mitglieder wurde geleitet von Hartmut Wittke, Carsten Bartes und Ralf Lorenz. Die Jugend schießt mit Lichtpunktgewehr, Luftgewehr und Luftpistole. Daniel, Ben und Quentin nehmen am Runden-Wettkampf teil und haben die Vereinsmeisterschaften geschossen. Daniel und Ben darüber hinaus auch die Verbandsmeisterschaft mit Luftgewehr und Luftpistole. Svenja Bartels, die Mutter von Ben Bartels hat sich bereit erklärt, die Jugendarbeit zu übernehmen. Den Bericht für die Vorderlader-Schützen erteilte Dieter Homann in Vertretung von Manfred Brandes. Auch in 2017 gab es wieder sehr gute Ergebnisse auf dem eigenen Stand, bei den Landesmeisterschaften und anderen Auswärtsterminen. Den Bericht über die „100 Meter Großkaliber-Schützen“ erteilte Jürgen Jäkel. Hier schießen einmal im Monat bis zu 7 Schützen auf dem Oberg in Banteln. Es wird mal auf die Diopterscheibe, geschossen, mal mit dem Zielfernrohr mit der offenen Visierung oder mit der geschlossen Visierung und auch auf den Uwe-Trumpf-Pokal mit sehr guten Ergebnissen. Die „Alten Herren“ unter Hartmut Wittke, -2. Schützenmeister- treffen sich einmal die Woche auf dem Schießstand. Immer wird ein gestifteter Wanderpokal ausgeschossen. Wettkämpfe, Pokal-Schießen, Hilfe bei Veranstaltungen und Arbeiten am Vereinshaus werden gemeinsam organisiert. Überall wurden in 2017 gute bis mittlere Plätze erzielt. Den Bericht des Platzwartes übernahm ebenfalls Hartmut Wittke, ehe Klaus Hartmann die Aufgabe übernehmen wird. Es galt überall schwere körperliche Arbeiten zu verrichten, ob in der Küche, in der Erstellung der Meyton-Anlage, Einrichtung eines Raumes für Gartenmöbel, Arbeiten an Gehweg und Parkplatz und sonstige Reparaturen. Den Kassenbericht erteilte Ralf Lorenz, dem Entlastung erteilt wurde. Dann folgte der besonders mit Spannung erwartete Teil der Ehrungen mit Urkunden und Nadeln bzw. Überreichung von Pokalen. Der Vorstand nahm folgende Ehrungen vor: Uwe Kirchhoff und Ben Bartels (beide Verdienstnadeln in Bronze); Willi Marquordt, Carsten Bartels, Michael Rössing und Günter Henke (alle Verdienstnadeln in Silber); Heinz Voigt (Ehrenkreuz in Bronze); Dieter Milte(Ehrenkreuz in Silber) Es folgten die Auszeichnungen des Nds. Sportschützenverbandes für langjähr. Mitgliedschaft: Michael Dißmer und Dirk Steinberg für 15 Jahre; Carsten Bartels für 40 Jahre; Für 60 Jahre erhielt Dieter Milte die Sebastanius-Nadel als dauerhafter Schütze , denn er ist seit 1958 Mitglied des NSSV. Die Sebastianus-Nadel erhielten ebenfalls Michael Dißmer für 15 Jahre in Bronze und Marko Spilker für 30 Jahre, beide als dauerhafte Sportschützen. Dann folgten die Übergaben der Pokale für den LVM Pokal 2017: Den LVM Pokal Jugend erhielten: Daniel Amirbekov(1.Sieger); Dennis Schöpp 2. Sieger; Ben Bartels 3. Sieger, der auch Jahresbester wurde. Der LVM-Pokal für Erwachsene ging an Ralf Lorenz 1. Sieger; Manfred Brandes 2. Sieger; Hartmut Wittke 3. Sieger; Jahresbester wurde Dieter Homann. Dann folgte die erneute einstimmige Wahl des amtierenden 1. Schützenmeisters Carsten Bartels, womit die Mitglieder ihm volle Anerkennung zollten. Außerdem wurde an diesem Abend die Neuwahl des Ehrenrates -als höchste Instanz des SC- vorgenommen. Gewählt wurden Carsten Bartels, Ursel Marquordt, Peter Heinemann, Martina Wollschläger und Frank Schachtschneider.

Klicken Sie auf ein Foto, um es zu vergrößern!

Alle Fotos zu diesem Bericht als Diashow ansehen

[Seitenanfang]  [Zurück zur Startseite]  [Zum Archiv]




1 x 1 - Pokalschießen beim Schützenclub Elze
Elze - Im Rahmen des Alt-Herren-abends im März im Schützenclub Elze fand das 1 x 1 - Schießen statt. Hierbei werden 5 Schuss mit dem Luftgewehr stehend aufgelegt abgegeben. Die Berechnung erfolgt so: Der 1. und 2. Schuss müssen so gut wie möglich werden, denn sie werden addiert. Der 3. Schuss muss möglichst klein sein, er wird von der vorherigen Summe abgezogen. Der 4. Schuss muss wieder so gut wie möglich sein, denn mit ihm wird das bisherige Ergebnis multipliziert. Der 5. Schuss muss wieder so klein wie möglich sein à das vorherige Ergebnis wird durch ihn geteilt. Sieger ist, wer zum Schluss das größte Ergebnis hat. Eine kleine Einlage für Schummler besteht auch noch: wer weniger als eine „1“ schießt, bekommt beim 3. oder 5. Schuss automatisch eine „10“. Die Alten Herren des SC Elze waren nur mit 5 Personen an diesem Abend vertreten. Dieter Milte konnte den Wanderpokal, der in diesem Jahr zum 21. Mal ausgeschossen wurde, mit 153,26 Ringen für ein weiteres Jahr in Besitz nehmen, nachdem er ihn auch im letzten Jahr gewonnen hatte, gefolgt von Michael Rössing (48,14) und Hartmut Wittke (16,73). Nach dem Schießen wurde noch gespeist und bei kühlen Getränken beratschlagt, warum man selber den Pokal in diesem Jahr nicht gewonnen hat. Text und Foto: Ralf Lorenz

Klicken Sie auf ein Foto, um es zu vergrößern!

Alle Fotos zu diesem Bericht als Diashow ansehen

[Seitenanfang]  [Zurück zur Startseite]  [Zum Archiv]




[Home]  [Haftungsausschluss]  [Impressum]  [Kontakt 
Copyright 2001-2015 Elzer-Spiegel.de