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Bericht vom 20.04.2017:
45 Jahre Mehler Altenclub
Mehle - Ein schönes rundes Fest mit vielen Glückwünschen, Blumensträußen und Geldgeschenken, aber auch mit Chormusik, feierten die noch sehr jungen Senioren mit ihren Leiterinnen Edith Tönnies, Renate Heering und Christa Bartram. Die ganzen Jahre standen immer unter einem guten Stern, weil der Bund mit Christus begonnen hat und immer wieder zur Kirche zurückgefunden hat bei vielen Aktionen des Jahres. Begonnen hat die Gruppe unter Pastor Burkhard Westphal, Barbara Ziebarth und Elke Klinger. Da der Altenclub in der Kirche seinen Anfang gefunden hat, wurde das Jubiläumsfest auch in der St. Urbanuskirche begonnen, denn hier hat alles seinen Ursprung gehabt, wie Pastor Eckhard Schlacht in seiner Predigt resümiert. „Dann aber wurde die lose Gemeinschaft, zu der heute 35 Mitglieder zählen, unter guter Führung zu einem „Selbstläufer“ mit vielen wunderbaren Begegnungen, Aktivitäten, Spaß und Geselligkeit“, so Schlacht.
Lieder wie „Großer Gott wir loben dich“ wurden gemeinsam gesungen „in wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet....“.Es folgte ein Dankgebet für 45 Jahre Ort der Begegnung, Dank für alles Lachen, die Hilfe , Geborgenheit, die die Senioren erfahren haben. „Sei Du immer in ihrer Mitte“.
Pastor Schlacht erinnert sich amüsiert an sein Praktikum mit 22 Jahren in Hannover. Da hatte man ihn zu einem Altenkreis geschickt mit 60 Personen. Hier musste er eine Rede halten. Er begann „Lieber Altenkreis....“ Da bekam er spontan den Vorwurf „Wir sind keine Alten, wir sind Senioren:“ Damals habe er erfahren, dass es keine echten „Alten“ gibt, sondern, dass diese Menschen sehr aktiv sein können und im hohen Lebensalter Ihre Lebenserfahrung wieder weitergeben können. „Ich war dann froh, heil aus dieser Runde wieder
herausgekommen zu sein“, sagt er lachend. Das Alter ist eine Frage von Kopf und Herz. Viele Senioren sind viel liebevoller und gereifter. Das ist eben auch keine Frage der Jahre, aber „alt“ sind sie nicht. Auf 45 Jahre können alle stolz sein“. Als er später nach Mehle kam und im Altenclub sprach, da bedeutete ihm Edith Tönnies: “Wir sind die Alten und stehen auch dazu!“ „45 Jahre ist heute ein Grund zum Feiern, denn im Alter reifen wir. Obst wird auch erst wenn es reif wird gepflückt. Alter ist also eine Reifezeit. Man muss die Lebensstufe annehmen. Die Ohren und Augen sind nicht mehr so scharf, man steht dann aber nicht mehr so unter einem Leistungsdruck. Abends wird es „Licht“. Eine 90jährige Seniorin hat einmal gesagt: „Die 80er bis 90er Jahre waren die besten des Lebens.“ Zur Reife des Alters komme Erfahrung hinzu, die man weitergeben kann. Aber alle Generationen müssen ihre Erfahrung auch selber machen, man kann die Jugend nur auf Gefahren aufmerksam machen, wie Kinder und Enkel. Die Wahl müssen sie dann selber treffen. Manches Mal haben ältere Menschen viel klarere Gedanken, als ob sie auf einem Berg stehen, wo sie alles besser überblicken, so Schlacht. Führungen und Abweichungen erkennt man besser im Alter, unter dem Einsatz eigener Fähigkeiten. Das Alter kann man auch mit Bäumen vergleichen, die Äste und Blätter haben, wo man Schutz und Geborgenheit für die Familie bekommt. Er fügte hinzu: „Es kommt nicht darauf an, wie alt man wird, sondern wie man alt wird“. In den späten Jahren hat man Zeit für den inneren Menschen. Hier erfährt man in der Familie und im Bekanntenkreis Geborgenheit und Liebe“ Zum Schluss forderte er die Senioren auf: “Wenn der Altenclub ruft, muss man hingeben. Ich wünsche Ihnen noch viel Freude und Lebendigkeit.“ Zum Schluss wurde ein „Vater unser“ gebetet mit dem Segen. Es schloss sich das Lied: “Geh aus mein Herz und suche Freud..“ an. Dann war es so weit, dass die Kerzen auf der von Familie Schlacht gebackenen Mokka-Torte auf dem Taufstein entzündet werden konnte, was Petra Brauer-Schlacht vornahm. Hier wünschte er den drei Leiterinnen noch einen langen Atem und sah zu, wie sie die Kerzen auspusteten.
Die weltliche Feier schloss sich im Gasthaus „Tante Else“ an mit einer Kaffeetafel und vielen Glückwünschen. Marie-Louise Suhlry hatte dafür den Blumenschmuck gespendet. Edith Tönnien bedankte sich bei Pastor Schlacht für die Predigt und begrüßte Bürgermeister Rolf Pfeiffer, Ortsvorsteher Wolfgang Thiesemann, Ratsherrn Werner Jünemann und die Vorsitzenden aller Mehler Vereine.
Rolf Pfeiffer überbrachte die Glückwünsche von Rat und Verwaltung und lobte die junggebliebenen Mehler im Altenclub, wo Geselligkeit gepflegt wird. Für die Leiterinnen sind das in 45 Jahren bei einem Monatstreff 1.000 Stunden insgesamt, während der sie ohne nennenswerte Unterstützung der Stadt ihre Aufgabe erfüllten. Herzlichen Dank sagte er dafür und überreichte ihnen einen Blumenstrauß und ein Geldgeschenk. Ortsvorsteher Wolfgang Thiesemann begann mit den Worten des Mehler Liedes „Solang Mehle unsere Heimat ist und noch Blut durch unsere Adern fließt...schaut man jeden Monat beim Altenclub vorbei. „Wir hoffen dass dem Unterhaltungstrio immer wieder etwas Neues einfällt“, Dann überreichte er auch im Namen aller Vereine Geschenke. Ihr leistet sehr viel ehrenamtliche Tätigkeit in zig Stunden, vielen Dank dafür“. Er stellt schon heute in Aussicht, dass beim 1.000 Jährigen Fest für Mehle in 5 Jahren das 50jährige für den Altenclub im Zelt gefeiert werden kann. Petra Brauer Schlacht übernahm die Rede für Schulleiterin Catrin Fromme und erinnert sich gern, dass alljährlich zur Weihnachtszeit eine Gruppe von Grundschülern Aufführungen vor den Senioren bei „Tante Else“ darbietet. „Wir wünschen uns noch viele schöne Jahre für die Grundschule mit den Senioren“. Den Dank des Altenkreises überbrachten Giesela Bauch und Johanna Freimann mit einem Blumengebinde. Sie bedankten sich für den jahrzehntelangen Einsatz für die Senioren mit Ideenreichtum, aber auch mit schönen Fahrten.
Monika Meyer, die Vorsitzende des Gemischten Chores, der unter der Leitung von Michael Beet altbekannte gern gehörte Lieder vortrug wie am „Brunnen vor dem Tore“ und „Ännchen von Tharau“, „Möge die Straße uns zusammenführen“, aber auch fröhliche Frühlingslieder, u.a. „Nun will der Lenz uns grüßen“ überbrachte die Glückwünsche des Chores mit einem Blumenstrauß.
Edith Tönnien bedankte sich zum Schluss bei allen für die Glückwünsche aber auch bei denen, die mit zur Gestaltung der Nachmittage durch Bilder, Musik usw. beigetragen haben. Grillnachmittage, Wanderungen Weihnachtsfeiern, eine Freizeit im Solling und eine Reise nach Berlin, die die CDU zum 20. Jubiläum geschenkt hatte, werden die Senioren nie mehr vergessen. Auch der künftige Terminkalender hat schon viele Eintragungen bis zum Jahre 2018 parat, so dass keine Langeweile aufkommt.

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